Das Teddybär-Krankenhaus Rosenheim fand in diesem Jahr ausschließlich digital statt. Alle Kinder, die sich angemeldet haben, konnten zu Hause oder im Kindergarten mitmachen: Die Projektorganisatoren stellten über ihre Homepage ein Video mit einer Anleitung zur Verfügung. Die bereits gepackten Taschen mit Stetospkop und Verbandsmaterial konnten im Schüler- und Studentenzentrum in Rosenheim abgeholt werden. Projektleiter und Teddy-Doc Nico Hanny informiert hier, warum das Teddybärkrankenhaus diesmal digital stattfinden musste. Wie es funktioniert, wird in einem rfo-Bericht erklärt

Zu Besuch im Teddybär-Krankenhaus – März 2020.
Über das Teddybär-Krankenhaus in Rosenheim

Die Sparkassenstiftung Zukunft für die Stadt Rosenheim förderte 2020 bereits zum vierten Mal das Rosenheimer Teddybär-Krankenhaus. Projektpartner ist die Startklar Soziale Arbeit Oberbayern gGmbH.

Im Teddybär-Krankenhaus dürfen die jungen „Eltern“ der Kuscheltiere überall dabei sein: Von der Aufnahme über die Untersuchung (Abhören, Röntgen, MRT), Behandlung oder Operation bis zum Apothekenbesuch. Durch den Wechsel von der Patienten- in die Arzt- bzw. Beobachterrolle bekommen sie einen Einblick in den Ablauf eines Krankenhausbesuches. Damit soll ihnen die Angst vor dem Arztbesuch genommen werden.

Die Organisation hat wie auch in den letzten Jahren der Medizinstudent Nico Hanny aus Rosenheim übernommen. Er behandelte die kuscheligen Patienten natürlich auch selbst. Unterstützung kam von rund 100 Ehrenamtlichen, sowohl bei der Vorbereitung als auch bei der Betreuung der jungen Kuscheltier-Eltern

In 2019 wurden erste Schritt in Richtung Inklusion unternommen. So war der Besuch auch für kleine Kuscheltier-Eltern mit Handicap – egal ob geistig oder körperlich – geeignet. . Beitrag TV

Wie das Teddybär-Krankenhaus nach Rosenheim kam

Über zwei Jahre (2017-18) hat die Sparkassenstiftung Zukunft für die Stadt Rosenheim das Gesundheitsprojekt „Pumperlgsund“ gefördert. Startklar Soziale Arbeit Oberbayern führte es in Kooperation mit anderen sozialen Einrichtungen in Rosenheim über mehrere Jahre durch. Ziel war es, Eltern und Kindern den Einstieg in einen sorgsamen Umgang mit sich selbst zu vermitteln. Und damit das Gesundheitsbewusstsein stärken.

Echter Bedarf an Gesundheitserziehung

„Das Gesundheitsprojekt ‚Pumperlgsund‘ reagiert auf den Bedarf an Prävention und Aufklärung in Sachen Gesundheitserziehung bei Kindern und Jugendlichen. Es verfolgt einen völlig neuen Ansatz der Kinder- und Jugendhilfe in Rosenheim. Deswegen fördert die Sparkassenstiftung Zukunft für die Stadt Rosenheim das Projekt. Zumal Kinder- und Jugendhilfe einer der Schwerpunkte der Stiftungsarbeit ist“, sagte Josef Steidl, Geschäftsführer der Sparkassenstiftung Zukunft für die Stadt Rosenheim. Das „Teddybär-Krankenhaus“ war eine von vielen Angeboten von „Pumperlgsund“.

Teddybär-Krankenhaus 2019: Die Kuscheltier-Eltern untersuchen und behandelt die „Patienten“ selbst.