„Die beste Ausstellung der ganzen Welt“! So lautete einer der Gästebucheinträge zur Jubiläumsausstellung „kunstWERK“ von Kind und Werk e.V. Diese war vom 12. bis 28. Mai 2017 in der Städtischen Galerie Rosenheim zu sehen. Die Ausstellung war eine Zusammenarbeit mit dem Landesverband der bayerischen Jugendkunstschulen und 25 weiteren Einrichtungen aus Bayern und Österreich. Zu sehen waren viele Exponate, die Kinder und Jugendliche gestaltet hatten. Die großzügige Förderung durch die Sparkassenstiftungen Zukunft für die Stadt und für den Landkreis Rosenheim ermöglichte die Schau. Diese zog über 2300 Besucher an, darunter 600 Schüler.

Viele bunte Exponate

In der Ausstellung wurde anhand der vielen bunten Exponate deutlich, was die „Methode Jugendkunstschule“ bedeutet: Eine Vielfalt an Angeboten und Themen. Anregungsreiche Materialien. Authentische Werkstätten. Und mehrere Sparten unter einem Dach: Malerei und Architektur, Kunsthandwerk und Fotografie, Mode und Design, Multimediales und Handwerkliches. Zahlreiche Mitmachstationen mit Angeboten zum Papierschöpfen oder Arbeiten am Forschertisch zogen nicht nur die jungen Besucher in ihren Bann.

Bespielte Präsentationen und lebendige Werkstätten

Bespielte Präsentationen und lebendige Werkstätten boten einen interaktiven Zugang zur Ausstellung: Jung und Alt kreierten in der Papiermühle ihr selbstgeschöpften Papier. Aus Naturmaterialien entstanden Amulette, mit geistreichen Sprüche zum Thema „mittendrin“ wurde die Tapewand erweitert. Düfte und Pflanzenpoesie begleiteten die Besucher im Zaubergarten. Am Forschertisch zeichneten Kinder mit Lupen und Mikroskopen Flora und Fauna. Das Vernetzungsprojekt im Galeriegarten motivierte zum individuellen Weiterbauen. Der „Schwarz-Weiß-Raum“ lud zur Begegnung in surrealer Umgebung ein und die Märchenspirale gab Raum für Phantasie-Geschichten. „Die bildnerische Qualität in den Ausstellungsräumen sprechen für das starke Potential von Jugendkunstschulen in Bayern“, so das zufriedene Fazit der Veranstalter.

In jedem der Ausstellungräume gab es etwas Tolles zu entdecken.

Scherenschnitt-Trickfilm-Workshop in den Osterferien

In den Osterferien fand bei „Kind und Werk“ ein besonderer Workshop statt: das Erstellen eines Scherenschnitt-Trickfilmes. Dank Förderung durch die Aktion Aufwind konnten auch einige Kinder daran teilnehmen, deren Eltern die Kursgebühren nicht finanzieren konnten. An dem Workshop nahmen schließlich zehn Kinder im Alter zwischen 8-12 Jahren, die sich vorher nicht kannten. Die Leitung des Kurses übernahm die Medienmacherin Sonja Wessel (www.medienwirkstatt.de). „Es war ein aussergewöhnlicher Workshop“, so die Kursleiterin. „Obwohl sich die Kinder nicht kannten, arbeiteten sie von Anfang an hervorragend zusammen.“

Aus vielen Ideen entstand mit großem Spass eine lustige runde Geschichte, in die so widersprüchliche Figuren wie eine Meerjungfrau und das Sondereinsatzkomando SEK eingebaut wurden. Das Papier für die Hintergründe seschöpften die Kinder selbst. „Das bereicherte den Gesamtprozess und das Endergebnis sehr“, so Wessel. Die Gruppe arbeitete insgesamt fünf Tage lang mit großer Begeisterung an Figuren, Animation, Vertonung und Videoschnitt,. Das Ergebnis: 1.500 Einzelbilder und 100 Tonaufnahmen, aus welchen ein 4 1/2 Minuten langer Trickfilm entstand. Drei der jungen Kursteilnehmer vollendeten an einem Extranachmittag und Abend noch den Videoschnitt. Somit ist der gesamte Trickfilm, bis auf den Abspann, allein von den Kindern gemacht worden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Geschichte, Material und Technik – die Kinder haben alles selbst gestaltet und gemacht.