Eine neue Runde von  „Kultur für alle“ ist im Februar 2020 angelaufen. Damit haben Menschen mit geringem Einkommen wieder die Möglichkeit, kostenlos an Kulturveranstaltungen teilzunehmen. Es handelt sich dabei um ein Projekt der Sparkassenstiftungen Zukunft für die Stadt und für den Landkreis Rosenheim und des Kultur Forums Rosenheim.

„Kultur für alle 2020“ – Für jeden ist was dabei

20 Kulturveranstalter – vier mehr als im letzten Jahr – haben sich in diesem Jahr an dem Projekt beteiligt. Im Laufe des Jahres können noch weitere dazu kommen. Das Angebot reicht von Trachtenvereinen über das Stadtspiel in Rosenheim. Es gibt Karten für das Gitarrenfestival in Bad Aibling und Highlights im KU’K. Aber auch für die große Ausstellung Ausstellungszentrum Lokschuppen Rosenheim bis zu den Rosenheimer Kleinkunsttagen.

„Teilhabe an Kultur ist für alle Menschen wichtig, deshalb unterstützen wir das Projekt“, sagt Alexa Hubert von den Sparkassenstiftungen Zukunft. „Nur durch diese Förderung können wir das Projekt nach diesem speziellen Rosenheimer Modell durchführen“, sagt der Initiator des Projektes, Reinhart Knirsch, zweiter Vorsitzender des Kulturforums. „Das heißt, es werden ganz reguläre Karten oder Gutscheine an Interessierte mit geringem Einkommen ausgegeben. Der Gegenwert wird den Kulturveranstaltern von den Sparkassenstiftungen Zukunft erstattet. Das ist der Hauptunterschied zu ähnlichen Projekten im Bundesgebiet, wo lediglich Restkarten ausgegeben werden.“

Wo gibt es die Karten?

Eine weitere Besonderheit ist die Verteilung der Karten über die Tafeln in Stadt und Landkreis Rosenheim. Die Mitarbeiter der Tafeln haben den direkten Kontakt zu Menschen mit geringem Einkommen. Sie bekamen in den vergangenen Jahren viel positives Feedback auf die Aktion von ihren Kunden: „Das hätten wir uns sonst niemals leisten können“, hörten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tafeln häufig.

So funktioniert’s

Die Tafeln in Rosenheim, Rott, Raubling, Wasserburg, Bruckmühl, Kolbermoor, Prien, Kiefersfelden, Großkarolinenfeld und Bad Aibling bekommen ein bestimmtes Kontingent. Dort sind die Karten in der Regel zu einer kleinen, symbolischen Schutzgebühr erhältlich. So wird ein unbürokratischer und einfacher Zugang zu den Kulturveranstaltungen ermöglicht. „Niemand muss sich an der Abendkasse als Geringverdiener zu erkennen geben”, meint Reinhart Knirsch. Allerdings hat nicht jede Tafel Gutscheine für jede Veranstaltung.

Neben den Tafeln sind dieses Jahr auch die KASA der Diakonie Rosenheim, das Mehrgenerationenhaus und das Seniorenzentrum der Caritas Ausgabestelle für die Gutscheine.

Alle Menschen mit geringem Einkommen, die bei der Tafel einkaufen dürfen, können das Angebot nutzen. Nicht nur Bezieher von Arbeitslosengeld 2, auch Menschen mit geringer Rente oder Geringverdiener mit Wohngeldanspruch gehören in der Regel zu den Berechtigten.

Infos zu den Kulturangeboten

Faltblätter mit den Kulturangeboten gibt es  bei den Tafeln, bei den Geschäftsstellen der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling und auf der Homepage des Kulturforums (www.kulturforum-rosenheim.de).

Unkompliziert: Die Ausgabe der Karten erfolgt u.a. an den Tafeln und im Mehrgenerationenhaus Rosenheim.