Allgemeine Verständlichkeit und ein bürgernaher Schreibstil gewinnen immer mehr an Bedeutung.  Deswegen unterstützen die Sparkassenstiftungen Zukunft für die Stadt und für den Landkreis Rosenheim gemeinsam mit dem Förderverein der Stadtbibliothek Rosenheim das Projekt „Leichte und Einfache Sprache“. Das Projekt ist im Frühjahr 2021 gestartet.

Menschen mit Leseschwäche oder Lernbehinderungen, Sprachanfänger oder Senioren mit Leseeinschränkungen erhalten durch das Projekt mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung. „Sie erhalten aber auch Zugang zu Literatur, Kultur und gesellschaftlicher Teilhabe“, so Alexa Hubert, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der beiden Sparkassenstiftungen Zukunft. „Deswegen haben die beiden Stiftungen die Anschaffung eines Medienbestands in Einfacher und Leichter Sprache für die Rosenheimer Stadtbibliothek sehr gerne gefördert.“

Was ist „Leichte und Einfache Sprache“?

Texte in Leichter und Einfacher Sprache geben den Inhalt für jeden verständlich wieder. Die Leichte Sprache folgt einem eigenen Regelwerk. Texte in Leichter Sprache vermeiden Fremdwörter und verwenden kurze, einfache Sätze und Wörter. Der Lesefluss wird durch Bilder und Überschriften sinnvoll strukturiert. Um die Verständlichkeit zu garantieren, werden die Texte von speziellen Übersetzungsbüros überprüft.

Für die Einfache Sprache gibt es keine festgelegten Regeln, doch sie vereinfacht komplexe Texte. Medien in Leichter Sprache erzählen kurze Geschichten in einfachen Sätzen. Mit einem übersichtlichen Schriftbild erklären sie Dinge so, dass jeder sie verstehen kann. So dass der Spaß am Lesen im Mittelpunkt steht und Wissenszugang für alle Menschen möglich ist.

Volles Programm geplant

Mit verschiedenen Medienarten aus dem Bibliotheksbestand wird ein ganzheitlicher Ansatz der Sprach- und Leseförderung verfolgt. Medienkisten werden an Schulen und Wohngruppen ausgeliehen. In dieser Form ermöglichen sie allen Menschen den Zugang zu Informationen und Literatur.

Im Rahmen des Projekts sind außerdem geplant: Kostenlose (Online)-Lesungen in Einfacher und Leichter Sprache, Improvisationstheater und interaktive Bibliotheksführungen und ein Fachtag. Am „Welttag des Buches“ (23. April 2021) fand bereits die Online-Lesung von „Moby Dick“ (siehe Bild unten links) und „Der kleine Prinz“ statt.